huhuh

Hintergründe

oder besser: "BEWEG-Gründe" 

vorab:

Der begeisterte Viel-Text-im-Internet-Leser bin ich nicht. Sollte es Ihnen auch so gehen, besteht die Möglichkeit, die BEWEG-Gründe nicht zu lesen. 

Dennoch: Vielleicht wird Ihnen beim Lesen manches klarer...


Viele Menschen leben in der inneren Überzeugung, das möglichst alles "Kranke" weg muss. Und nicht wenige Behandler, Therapeuten, Fachberater, Medien und Kommunikationsplattformen nähren diese Überzeugung und halten diese fleißig aufrecht. 

Lindern oder gar Heilen ist demnach also: Loswerden, Wegschneiden und möglichst die volle Kontrolle über seelische und körperliche Prozesse gewinnen. Oder zumindest: Wenn all das gar nicht geht, bleibt ja noch das Wegschieben, das Verdrängen. 

Vielleicht sind all das gangbare Wege, vielleicht auch nur teilweise gangbar oder vielleicht auch Irrwege. Mit Bestimmtheit kann das niemand sagen. Jeder findet seine eigene Wahrheit.

Doch all diesen Ansätzen scheint eines gemeinsam zu sein: der Blick auf das eigene Leben, mit seinem Sinn, seinem Wert, bleibt zunehmend auf der Strecke - das Hier und Jetzt verstrickt sich verfälschend mit dem Blick in die Vergangenheit und Zukunft, Zweifel und Ängste verbleiben zumindest latent, der Blick für Alternativen wird tendenziell vernagelt durch Prinzipienreiterei verschiedenster Diagnostik- und Therapieschulen.


In meiner psychotherapeutischen Arbeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass die ständige Auseinandersetzung mit dem Symptom, der Wunsch, alles kontrollieren zu müssen - aber auch: sich in der krampfhaften Suche nach Symptomursachen zu verbohren, fragliche Hypothesen zu Lösungen hochzustilisieren und gedanklich fusionierend in eine Ursachen"forschung" hinabzusteigen, oft dazu führt, das Symptom zu erhöhen und zum ständigen Begleiter der/des Betroffenen werden zu lassen. Und die Kosten dafür tragen die Betroffenen - all das kostet: Leid, Energie, Arbeit, Zeit, Geld ... und gleicht einem Abnutzungskampf, der oft nur noch tiefere Spuren bei der/dem Betroffenen hinterlässt.  


Was also, ist für meine Therapie/mein Coaching wichtig? Gibt es andere Wege? Was ist zu tun?


Im Dienst meiner Klientinnen und Klienten habe ich aus meiner Überzeugung heraus nach Methoden der Kurzzeittherapie gesucht, die Betroffene darin aktiv fördern, sich frei in ihren (eigenen) Lebenskontexten zu bewegen und ihre (eigenen) Lösungsschlüssel zu nutzen. Lösungsschlüssel, die dabei helfen

- sich seines (eigenen) Lebens, seiner Werte und Ziele bewusst zu werden;

- sich auf das zu fokussieren, was ist - nicht: war, oder wenn-dann-vielleicht sein wird; 

- hinderliche Denkmuster in flexibles "Alternativen-Denken" zu überführen;

- Dinge zu sehen, wie sie sind und

- bereit zu sein für Veränderungen auf der sicheren Basis eines werthaltigen Selbstbildes, eines Sich-Bewusst-Seins....

und:

sich somit seinen eigenen "lebensWERT" bewusst greifbar zu machen.


Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) bietet aus meiner Erfahrung ein solides Fundament für die gemeinsame Arbeit genau in diese Richtung. Die ACT ist offen und daher mit vielen Therapiemethoden/-techniken kombinierbar - und, bitte erschrecken Sie nicht: sie ist auch eine "kleine Lebensphilosophie".